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Die Corona-warn-App & der total verblödete Schrei nach Datenschutz

Aktualisiert: Juni 18

Ein Gedankengang von Flynn Todd

(ist ja auch mein Blog, also gar nicht mal so unlogisch).


Seit dem 16.06.2020 gibt es sie zum kostenlosen Download. Die Corona-Warn-App. Im Fernsehen läuft ein Kamerateam rum, dass hier und da Passanten befragt, was sie denn von dieser App halten. Ein nicht gerade kleiner Teil war besorgt um den Datenschutz und wollte sich aus diesem Grunde auf gar keinen Fall diese App herunterladen.


Hier ein paar Aussagen dieser Menschen:


Wer weiß, was da alles ausgewertet wird?

Die erstellen doch Bewegungsprofile und überwachen mich total!

Ich weiß nicht, was das bringen soll!

Meine Daten sind mir heilig, die gebe ich doch nicht einfach so her?


Hm, schön und gut. Mit Daten sollte man sorgsam umgehen. Wer seine Daten schützen will, sollte vor allem darauf verzichten, bei google einen Account anzulegen. Der Vorteil daran ist, dass die persönlichen Daten dann geschützt sind, weil sie nicht ungewollt weitergeben werden.


Das ist ja blöd, dann kann ich doch mein Smartphone gar nicht nutzen. Ich meine, das läuft doch mit Android, und da muss ich doch ein Google-Konto haben, oder wie oder was?


Richtig! Genau so sieht es aus! Aber welche Daten greift Google eigentlich ab? Bevor ich das genauer erörtere, möchte ich darauf eingehen, was die Corona-Warn-App für Daten abgreift:


Begegnungen mit anderen Personen, die die App nutzen. Im Falle einer gemeldeten Infektion, wird diese Information weitergegeben. Das heißt, nur wenn Sie mit der Weitergabe einverstanden sind, was mit einem Button bestätigt werden muss.


Das ist schon alles. Wollen wir mal auflisten, was Google für Daten abgreift, sofern Sie ein Android-Smartphone nutzen:


Was Sie alles getan und angeschaut haben

Auf welchen Geräten Google-Dienste genutzt werden

An welchen Orten Sie waren

Welche Videos angeschaut wurden

Welche Apps auf Daten zugreifen


Wenn wir schon dabei sind - welche Daten sammelt denn das so beliebte WhatsApp?


WhatsApp sammelt alle Daten, die Sie selbst eingegeben haben. Anzeigenamen, Geburtstag, Telefonnummer, Status und Profilbild. Der Dienst liest zudem alle Kontakte aus Ihrem Adressbuch aus und speichert sie. Außerdem wird von Ihnen ein Bewegungsprofil erstell. Wo waren Sie, welches WLAN haben Sie genutzt, wen haben Sie angerufen?


Das ist noch lange nicht alles.


Haben Sie sich schon mal gefragt, was WhatsApp mit ihren Bildern, Videos, Texten, und Sprachnachrichten anstellt? Diese werden von dem Mutterkonzern Facebook vollständig verwertet - weil Sie als Nutzer das erlaubt haben, und zwar in dem Moment, als Sie die AGBs bestätigt haben.


Das alles scheint vielen Menschen entgangen zu sein. Vielleicht geht es ja gar nicht um den Datenschutz, was die Corona-Warn-App betrifft? Vielleicht geht es nur darum, einfach dagegen zu sein, sich nicht damit beschäftigen zu wollen. Es ist einfacher, laut und blöd herumzublöken, als ein paar Recherchen anzustellen. Und das ist ganz einfach, wirklich! So gehts:


Bei Google in der Suchmaske die Begriffe "Infos zur Corona-Warn-App" eingeben. Ist genauso einfach, wie nach "kostenlose pornos" zu suchen.




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